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Als der Benediktiner Johann Josef Kloubert 1750 Pastor
in Kornelimuenster geworden war, wurde noch im gleichen Jahr Mathias Morschel sein Nachfolger in Gressenich. Morschel war am 08.02.1703 in Hastenrath,
damals noch Pfarre Nothberg, geboren. Er feierte am am 17.12.1727 in Gressenich Primitz und wurde am 28.03.1732 Pastor in Gressenich. Er verstarb am 26.03.1772 nach einem 14 Tage
andauernden Fieberanfall.. Nicht mit ihm zu verwechseln ist der Priester Johann Peter Morschel. Er ist ebenfalls in Hastenrath geboren, und zwar am 03.05.1724. Zum Subdiakon
wurde er am 23.09.1752 geweiht, und zum Priester am 06.01.1753. Am 17.01.1757 wurde er zum Subsidiar in Gressenich approbiert. So lebten denn damals zu in Gressenich zwei Priester namens Morschel. Noch zu Klouberts
Zeiten, am 12.04.1744, war in Gressenich Heinrich Muellejans als Priester askribiert worden. Er wurde spaeter Pastor in Wuerselen.
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In den Jahren ab 1755 wurde die Gemeinde Gressenichs
im Verlauf mehrerer Jahre von Erdbeben heimgesucht. Ich verweise auf die separate Seite “Erdbeben”. Aus Erinnerung an diese Zeit findet heute noch im September eine Erdbebenprozession statt.
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Im Jahre 1775 wurde dem unhaltbaren Zustand, dass der Pastor von Schevenhuette sein Pfarrhaus in Gressenich in der Gracht hatte, ein Ende bereitet. Die Gemeinde Schevenhuette kaufte das unmittelbar neben der Kirche gelegene Wohnhaus des
Reidemeisters Arnold Offermanns als Pfarrhaus an. Als Begruendung wurde angegeben: Das bisherige Pfarrhaus, bei Gressenich gelegen, sei 1668 vom Herzog Philipp Wilhelm aus Juelich
als Beneficialwohnung und nicht als Pfarrhaus gebaut worden. Ausserdem sei es mittlerweile so baufaellig geworden, dass es schon der Vorgaenger des jetzigen Pfarrers,Michael Heymanns, habe nicht mehr bewohnen koennen.
Zum besseren Unterhalt des Benificiaten fuegte Herzog Philipp Wilhelm 1668 einer Kapitalstiftung noch sechs Morgen gehoelz hinzu, welches die Gemeinde Schevenhuette
zu Wiesen machte. Sie lagen bei Gressenich am sogenannten Langenbroich, diesseits des Omerbaches, welcher die Grenze zwischen dem Gebiet des Herzogtums Juelich
und dem Gebiet Kornelimuensters bildete. Unmittelbar neben diesen Wiesen liess der Herzog oben genannte Wohnung bauen. Sie lag nach der Urkunde von 1775 “in Rott”
bei Gressenich, an der sogenannten Gracht, anschliessend an die Pfarrwiesen. 1,5 km von Schevenhuette entfernt. 1668 gehoerten die Ortschaften Rott und Elle, also alle diesseits des Omerbachs auf juelischer Gebiet gelegenen Haeuser, zu Schevenhuette. Bei der Pfarrerhebung von Schevenhuette im Jahre
1699 wurden Rott und Elle nicht mehr aufgefuehrt und kamen 1804 definitiv zur Pfarre Gressenich. Am 5. Mai
1772 wurde Benedikt Aeg. Niessen Pfarrer in Gressenich. Er war hier taetig bis 1780 und scheint anschliessend
wohl Pastor in Kornelimuenster, zumindest wird dort 1794 ein Aeg. Niessen als solcher erwaehnt. Am 01. Juni 1780 wurde Joh. Peter Klouberth sein Nachfolger, er war taetig bis zum 29.Juni 1790, seinem Todestag. Der
am 03. Oktober 1749 in Mausbach geborene Richard Hahn wurde am 21. September 1790 als neuer Pastor in Gressenich eingefuehrt. Aus dem 18. Jahrhundert stammt auch die heutige Ursulakapelle in der Rottstrasse. Sie hiess frueher Hl.-Josef-Kapelle. Warum die Namensaenderung erfolgte ist ungeklaert, laesst sich vermutlich aber darauf
zurueckfuehren, dass vom 15. Jahrhundert bis zum 18. Jahrhundert ein warer Kult um die Schutzpatronin der Stadt Koeln in unseren Landen herrschte.
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