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1514 - 1700

Aus dem 17. Jahrhundert sind uns wieder einige Stiftungen der St.Laurentiusbruderschaft ueberliefert, aus denen bekannt wird, dass auch Mitglieder aus Mausbach und Vicht taetig waren. Alle Stiftungen aufzuzaehlen, wuerde den hier gesteckten Rahmen sprengen, aber zum Verstaendnis werden nun einige aufgefuehrt:
- Am 17. Maerz 1624 hat Bernard Wantzon aus den Haenden der Hausfrau Meiss   13 gemeine Taler erhalten fuer die   Armen zu Gressenich und Mausbach. Unterpfand:  1 Viertel Bend, welcher in den Lanen neben Peter Esser zu Mausbach gelegen ist.
- Am 8. Maerz haben wir: Pastor, Schultheiss und Schoeffen zu Gressenich laut des Testamentes, welches der ehrbare und fromme Franz Jacobs vor mir, Johann Fabri, Pastor, gemacht hat, die Summe von 100 Talern empfangen im Namen der Armen. Franz Jacobs hat diese 100 Taler den Armen vermacht. Unterzeichnet hat Bernhard Mondenschein, der aelteste Schoeffe.
- Zander Gossen gibt jaehrlich in die Bruderschaft 13 Mark Koelnisch wegen Peter Luecks Sohn Johann wegen eines Ungluecks oder Schlags. Er setzt zum Unterpfand ein Ort Bend ungefaehr einen halben Morgen, gelegen im Denneborn neben Peter Lueck. Summe 20 Reichstaler. (Die inHl. Laurentius (Schutzpatron) der erstgenannten Stiftung genannte ‘Lanen’ ist sicherlich die ‘Lohn’ zwischen Gressenich und Krewinkel)

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Der Dreissigjaehrige Krieg verschonte auch Gressenich nicht. Die Kirche wurde im Jahre 1634 waehrend der Kriegsgeschehnisse von Soldaten beraubt.


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Im Jahre 1648 wird der Gressenicher Pfarrer Wilhelm Netter genannt. Er hatte dem Abt von Kornelimuenster das Pastorat gekuendigt, weil sie das fuer das Leben Notwendige nicht aufbrachte. Die Gressenicher erfuhren dies aus einem Brief des Abtes. Aus ihrer Verwunderung heraus richteten sie eine Eingabe an ihn. Zur Entkraeftigung des Vorwandes Pfarrer Netters fuehrten sie die zum Pastorat gehoerenden Laendereien sowie die weiteren Einkuenfte auf. Diese waren wie folgt: 20 Morgen Land zehntfrei, 20 1/4 Morgen Land zehntpflichtig, 2 1/4 Morgen Wiesen zehntfrei, 14 1/4 Morgen Wiesen zehntpflichtig. Zum Pastorat gehoerte ebenfalls ein schoener Garten mit Apfelbaeumen und sonstigem Gehoelz, 1 1/4 Morgen gross und zehntfrei. Desweiteren erhielt der Pastor aus jedem Haus zu Gressenich, Mausbach und in der Wildbank, naemlich (Scheven)huette, Krewinkel, Vicht und Stollenwerk ein achtpfuendiges Brot, was zusammen 200 Brote ergab. Ausserdem bezog er jaehrlich: an Roggen 4 Viertel, an Hafer 2 1/2 Malter und 3 Viertel und an Geld 23 1/2 Reichstaler.


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Die Pastoere Gressenichs hiessen im 17. Jahrhundert:
Johann Fabri 1632 - 1643, Arnold Marsmann 1643, Wilhelm Netter 1648, Thomas Franken 1657,
Hubert Frings (Freins) 1659 - 1705