Kirchenfenster

Nach einer Umbauphase von Mitte Oktober bis Mitte Dezember, wurden am 11.01. 2004 in einer feierlichen Andacht die neuen Kirchenfenster im Altarraum eingeweiht.
Die “Stolberger Zeitung” veröffentlichte nachstehenden Artikel von H.-L. Recker am 13.01.2004.

Dienstag, 13. Januar 2004

Kirche wird in strahlendes Licht getaucht

Nach 15 Jahren hat das Gressenicher Gotteshaus neue Fenster im Chorraum. Glasmaler-Ehepaar aus Wuppertal übernimmt Gestaltung

Seit 15 Jahren wurde im Kirchenvorstand der Gemeinde St. Laurentius Gressenich eine Neugestaltung der Fenster im Chorraum des Gotteshauses erwogen. Eine größere zweckgebundene Spende ermöglichte nun endlich die Verwirklichung des Projektes.
Im Frühjahr des vergangenen Jahres begannen die konkreten Vorbereitungen. Das Glasmaler-Ehepaar Tanja und Heiko Hiby, das in Wuppertal die „Hiby-Glas-Gestaltung" betreibt, wurde mit sämtlichen Arbeiten vom Entwurf bis zur Installation betraut. Dies ermöglichte neben einer zügigen Auftragsausführung vor allem eine zu diesem Kirchenraum gut passende, theologisch und künstlerisch schlüssige Konzeption. Am letzten Sonntag, dem Fest der Taufe des Herrn, wurden die Fenster während einer beeindruckenden Vesperfeier vorgestellt und gesegnet.
Dieser Tag steht in enger Beziehung zum Thema der Fenstergestaltung: die zerstörende Wirkung des Wasser durch die Sintflut und dem gegenüber dessen Segen bringende Kraft in der Taufe. Und darüber verbindend der Regenbogen, das alttestamentliche Zeichen des Bundes, den Gott mit den Menschen geschlossen hat. In leuchtenden Blautönen hebt sich von der Fensterbasis eine Springflutwelle, aus der heraus ein stilisierter Regenbogen, begleitet vom hellen Gelb- und Beigelicht der Sonne, dem schmalen hausgiebel-förmig in die Chorwand eingelassenen Fensterband folgt, um auf der anderen Seite in ein ruhiges Gewässer zu tauchen.
Für die kleinen Flächen haben Tanja und Heiko Hiby mundgeblasenes Echtantikglas verwandt, die größeren Flächen sind mit einem mehrschichtigen und darum weniger transparenten Glas ausgefüllt worden. Für die Wuppertaler Glasgestalter waren die vorgegebenen schwierigen Bedingungen, insbesondere die Unterteilung des Fensterbandes in 40 gleich große Dreieckflächen eine echte Herausforderung, der sie sich erfolgreich gestellt haben. Das Ergebnis ist eine in allen Belangen geglückte Lösung, die von der ganzen Gemeinde akzeptiert werden dürfte. Pfarrer Norbert Bolz und mit ihm die vom Kirchenvorstand beauftragten „Hauptantriebskräfte" Peter Dob-belstein, Karl-Heinz Gillet, Willi Schölgens und Hubert Schüller zeigten sich zufrieden und froh darüber, dass das lang angestrebte Vorhaben nun endlich so formvollendet realisiert wurde. (ker)