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Dienstag, 13. Januar 2004
Kirche wird in strahlendes Licht getaucht
Nach 15 Jahren hat das Gressenicher Gotteshaus neue Fenster im Chorraum. Glasmaler-Ehepaar aus Wuppertal übernimmt Gestaltung
Seit 15 Jahren wurde im Kirchenvorstand der Gemeinde St. Laurentius Gressenich eine Neugestaltung der Fenster im Chorraum des Gotteshauses erwogen. Eine
größere zweckgebundene Spende ermöglichte nun endlich die Verwirklichung des Projektes. Im Frühjahr des vergangenen Jahres begannen die konkreten Vorbereitungen. Das Glasmaler-Ehepaar Tanja und Heiko Hiby, das in
Wuppertal die „Hiby-Glas-Gestaltung" betreibt, wurde mit sämtlichen Arbeiten vom Entwurf bis zur Installation betraut. Dies ermöglichte neben einer zügigen Auftragsausführung vor allem eine zu diesem
Kirchenraum gut passende, theologisch und künstlerisch schlüssige Konzeption. Am letzten Sonntag, dem Fest der Taufe des Herrn, wurden die Fenster während einer beeindruckenden Vesperfeier vorgestellt und gesegnet.
Dieser Tag steht in enger Beziehung zum Thema der Fenstergestaltung: die zerstörende Wirkung des Wasser durch die Sintflut und dem gegenüber dessen Segen bringende Kraft in der Taufe. Und darüber verbindend der
Regenbogen, das alttestamentliche Zeichen des Bundes, den Gott mit den Menschen geschlossen hat. In leuchtenden Blautönen hebt sich von der Fensterbasis eine Springflutwelle, aus der heraus ein stilisierter
Regenbogen, begleitet vom hellen Gelb- und Beigelicht der Sonne, dem schmalen hausgiebel-förmig in die Chorwand eingelassenen Fensterband folgt, um auf der anderen Seite in ein ruhiges Gewässer zu tauchen. Für
die kleinen Flächen haben Tanja und Heiko Hiby mundgeblasenes Echtantikglas verwandt, die größeren Flächen sind mit einem mehrschichtigen und darum weniger transparenten Glas ausgefüllt worden. Für die Wuppertaler
Glasgestalter waren die vorgegebenen schwierigen Bedingungen, insbesondere die Unterteilung des Fensterbandes in 40 gleich große Dreieckflächen eine echte Herausforderung, der sie sich erfolgreich gestellt haben.
Das Ergebnis ist eine in allen Belangen geglückte Lösung, die von der ganzen Gemeinde akzeptiert werden dürfte. Pfarrer Norbert Bolz und mit ihm die vom Kirchenvorstand beauftragten „Hauptantriebskräfte" Peter
Dob-belstein, Karl-Heinz Gillet, Willi Schölgens und Hubert Schüller zeigten sich zufrieden und froh darüber, dass das lang angestrebte Vorhaben nun endlich so formvollendet realisiert wurde. (ker)
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