Leprastrickkreis

Besuch des Lepra-Strickkreises im
Kloster Muensterschwarzach 1997

Vor 15 Jahren, im Jahre 1985, schloss sich eine Gruppe von Frauen aus unserem Dorf zusammen, um fuer die Aermsten der Armen in der dritten Welt, die Leprakranken, taetig zu werden. Man trifft sich jeden Dienstag von 1400 bis 1700 im Pfarrheim in der Roemerstrasse. Eine der Mitbegruenderinnnen, Frau Barbara Heidbuechel, ist heute noch mit 88 Jahren taetig.
Der Strickkreis unterstuetzt eine Leprastation in Tansania. Aus Wollresten werden Decken gestrickt, mit denen sich die Lebrakranken bedecken koennen. Des weiteren sammeln die Damen Bettwaesche, Handtuecher, Kinderbekleidung und Spielsachen.
Einmal jaehrlich findet ein Nachmittag mit Kaffee und Kuchen statt, bei dem die Damen das Ergebnis ihrer Arbeit vorstellen. Der Erloes dieses Nachmittags dient zur Finanzierung der Frachtkosten (etwa DM 500,00.)  Der Lepra-Strickkreis bringt die Sachen entweder ins Benediktinerkloster in Muensterschwarzach oder die Pater holen einmal jaehrlich die Sachen ab.

Im Laufe der Jahre wurde Beachtliches geleistet. Es wurden verschickt: 2415 Decken, 680 Handtuecher, 780 Betttuecher, 800 Muetzen und vieles mehr.
Die Kontaktadresse lautet: Ursel Erken, Auf der Eiche 15,  52224 Stolberg, Tel. 024099448.

Der Lepra-Strickkreis ist fuer jede Spende dankbar, sei es Wolle oder auch finanzielle Zuwendungen.

Benediktinerkloster Muensterschwarzach
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Damit der interessierte Leser weiss, welche Erkrankung Lepra ist, sei auf nachfolgenden Text hingewiesen:
Lepra Aussatz, chronische Infektionskrankheit des Menschen, die sich in erster Linie an der Haut und den Schleimhäuten manifestiert und durch den stabförmigen Bacillus Mycobacterium leprae hervorgerufen wird. Der Leprabazillus wurde 1874 von dem norwegischen Arzt Gerhard Henrik Armauer Hansen entdeckt. Lepra gehört zu den ältesten Infektionskrankheiten und breitete sich von Indien zunächst in die Mittelmeerregion und Bereiche Nordafrikas, später auch nach Europa aus. Heute ist sie weitgehend auf tropische und subtropische Länder beschränkt. Die Zahl der erkannten Fälle ist nach Angaben von 1997 in den letzten 25 Jahren von weltweit zwölf Millionen auf etwa 1,2 Millionen gesunken; allerdings gibt es eine erhebliche Dunkelziffer.Leprakranker i. d. unterstützten Leprastation
Typen  Entsprechend dem Verlauf, den Symptomen und der Histopathologie (Anomalien des Gewebes, dessen Zellen von der Krankheit betroffen sind) werden verschiedene Formen unterschieden: Bei der lepromatösen Lepra greift der Krankheitsverlauf auf den ganzen Körper, auch die inneren Organe, über, bei der tuberkuloiden Lepra kommt es zu einem Befall von Haut- und Nervengewebe. Dimorphe Lepra stellt eine Übergangsform zwischen den ersten beiden Typen dar. Ein gutartiger Verlauf der Krankheit mit geringer Erregerzahl äußert sich in der tuberkuloiden Form, fehlende Widerstandsfähigkeit des Organismus führt zum lepromatösen Typ.
Therapie Die Behandlung von Lepra erfolgte früher mit Chaulmoograöl (Aussatzsalbe). Die heutigen Therapiemaßnahmen greifen auf Chemotherapeutika und Antibiotika wie Dapson, Rifampin und Clofazimin zurück. Durch die Einnahme von Sulfonamiden kann es zu Arzneiexanthemen kommen, die als Erythema nodosum leprosum oder ENL bezeichnet werden, und zu einer fortschreitenden Beeinträchtigung der Nerven führen. Corticosteroide halten solche Reaktionen unter Kontrolle. Lepra ist vermutlich die am wenigsten ansteckende aller Infektionskrankheiten. Ein Impfstoff gegen Lepra ist gegenwärtig in der Entwicklung. Wie die Weltgesundheitsorganisation WHO 1997 mitteilte, ist das Ziel, Lepra bis zur Jahrtausendwende auszurotten, nicht erreichbar.

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